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Körper und Ernährung | Seele

Tanzen – Fitness für den Körper, Balsam für die Seele!

20. Dezember 2017

Hast du schon mal darüber nachgedacht, Tanzen zu lernen?

Wir wis­sen es alle: Sport und Bewe­gung gehö­ren zu einem gesun­den Lebens­stil ein­fach dazu! Das kann ich aus mei­ner Sicht als ganz­heit­li­che Gesund­heits­be­ra­te­rin natür­lich nur unter­schrei­ben.

Kein Wun­der, dass die­se Punk­te also bei vie­len ganz weit oben auf der Lis­te der guten Neu­jahrs­vor­sät­ze ste­hen. Viel­leicht hast auch du dir vor­ge­nom­men, im neu­en Jahr fit­ter und akti­ver zu wer­den und über­legst gera­de, wie du es für dich umset­zen kannst.

Doch viel­leicht begeg­nest du dabei dei­nem inne­ren Schwei­ne­hund. Wenn ja, bist du nicht allein! Denn vie­len fällt es ver­ständ­li­cher­wei­se schwer, Job, pri­va­ten All­tag und ein regel­mä­ßi­ges Sport­pro­gramm unter einen Hut zu krie­gen. Noch dazu wer­den Sport und Bewe­gung oft mit gro­ßer Anstren­gung und Über­win­dung ver­bun­den. Der inne­re Schwei­ne­hund hat es sich also rich­tig schön gemüt­lich gemacht und bequemt sich auch kei­nen Zen­ti­me­ter aus sei­ner Kom­fort­zo­ne her­aus… was also tun?

Bewegung macht Spaß – wenn es die richtige ist!

Wie immer geht alles viel leich­ter von der Hand, wenn wir Spaß dar­an haben! Des­halb ist es auch beim The­ma „Sport und Bewe­gung“ umso wich­ti­ger, dass du etwas für dich fin­dest, das dir Freu­de macht und dich anspornt, dran zu blei­ben!

Das Gute ist: es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten, mehr Akti­vi­tät und Schwung ins Leben zu brin­gen, ohne sich dabei zu sehr über­win­den zu müs­sen! Eine sehr effek­ti­ve und wun­der­vol­le Art der Bewe­gung ist das Tan­zen! Es hält nicht nur kör­per­lich fit, son­dern ist gleich­zei­tig ein­fach Bal­sam für die See­le – völ­lig unab­hän­gig von Alter und Geschlecht! Und dar­um soll es heu­te gehen!

Tanzen – was verbindest du damit?

Tan­zen? Ohjee…

Viel­leicht denkst du jetzt spon­tan an dei­nen Stan­dard­tanz­kurs zu Schul­zei­ten. Viel­leicht ver­bin­dest du damit auch nicht gera­de die bes­ten Erin­ne­run­gen, was ich gut nach­voll­zie­hen kann. Denn in die­sem Rah­men hat das Tan­zen oft­mals einen recht stei­fen, ange­staub­ten Cha­rak­ter. Nach dem Abschluss­ball zeigt man dann höchs­tens auf Hoch­zei­ten, dass man noch weiß, wie der Wie­ner Wal­zer funk­tio­niert.

Und um die Tanz­flä­che in der Dis­ko zu erobern, braucht der ein oder ande­re erst mal einen gewis­sen Alko­hol­pe­gel, um sich zu „trau­en“. Schließ­lich will man sich in den Augen der ande­ren nicht bla­mie­ren!

Doch warum ist das so? 

Eigent­lich ist Tan­zen näm­lich eine der ursprüng­lichs­ten Bewe­gungs­ar­ten, die in nahe­zu allen Tei­len die­ser Erde eine eige­ne Aus­drucks­form fin­den. Wir brau­chen nur ein­mal nach Latein­ame­ri­ka oder Afri­ka, nach Ita­li­en, Spa­ni­en, die ara­bi­schen Län­der, Indi­en oder Russ­land zu bli­cken, um fest­zu­stel­len, wie doch jede Nati­on ihre eige­ne Tanz­kul­tur ent­wi­ckelt hat. Die Palet­te reicht von Sal­sa und Sam­ba über Flamenco,Tarantella und Bal­lett zu Pol­ka und Bauch­tanz. WOW!

Tanzen ist Selbstoffenbarung!

Tan­zen ist eine Form der Selb­stof­fen­ba­rung. Beim Tan­zen geht es dar­um, Bewe­gung und Musik auf­ein­an­der abzu­stim­men. Den Klän­gen zu fol­gen. Und dabei den ratio­na­len Ver­stand ein Stück bei­sei­te zu stel­len. Ob man nun allei­ne tanzt oder als Paar, in jedem Fall gilt: „Kopf aus“ und „sich fal­len (ggf. auch füh­ren) las­sen“! 

Mei­ne per­sön­li­che Theo­rie ist, dass uns die­se Din­ge jedoch gesell­schaft­lich bedingt umso schwe­rer fal­len. Denn wir leben in einer Welt, in der Kor­rekt­heit und Intel­lekt einen hohen Stel­len­wert besit­zen. So haben wir fast ver­lernt, ganz spie­le­risch und beden­ken­los an eine Sache her­an zu gehen. Wir wol­len kei­ne Feh­ler machen und uns nicht bla­mie­ren. Beim Tan­zen könn­te das evtl. pas­sie­ren – näm­lich dann, wenn wir „aus der Rei­he tan­zen“. Wenn es viel­leicht „unbe­hol­fen“ und „komisch“ aus­sieht. Wenn wir ein­an­der auf die Füße tre­ten…

Locker machen und Ausgleich schaffen!

Die­se Sor­gen kann ich sehr gut nach­voll­zie­hen – ich hat­te sie selbst, bevor ich mit dem Tan­zen begann! Doch aus eige­ner Erfah­rung kann ich dir ver­spre­chen, dass es sich abso­lut lohnt, sich „locker zu machen“ und über sei­nen Schat­ten zu sprin­gen!

Denn je kon­trol­lier­ter wir im All­tag unter­wegs sind, des­to wich­ti­ger ist es,  für einen guten Aus­gleich sor­gen.

Die gesundheitlichen Pluspunkte des Tanzens

Durch Tan­zen kön­nen wir ler­nen, wie­der mehr dem eige­nen Gefühl zu fol­gen, uns hin­zu­ge­ben, Neu­es aus­zu­pro­bie­ren und das gleich­zei­tig noch mit kör­per­li­cher Akti­vi­tät ver­bin­den! Ein Fit­ness­pro­gramm mit Spaß­fak­tor sozu­sa­gen!

Je nach Tanz­stil und Inten­si­tät kann uns das ganz schön ins Schwit­zen brin­gen! V.a. mit Sal­sa, Sam­ba oder Rock´n Roll ver­bren­nen wir ordent­lich Kalo­ri­en und trai­nie­ren effek­tiv die Kon­di­ti­on. Aber auch eher lang­sa­me Tän­ze wie Slow Fox oder Rum­ba brin­gen uns natür­lich in Schwung.

Geist und Psy­che kön­nen abschal­ten und die Musik genie­ßen! Klar, in der Anfangs­pha­se müs­sen zunächst neue Schrit­te gelernt und geübt wer­den. Vor allem beim klas­si­schen Paar­tanz wer­den hier die Män­ner ganz schön gefor­dert, da sie die Auf­ga­be erhal­ten, den Tanz zu füh­ren und dadurch über die jewei­li­gen Figu­ren zu ent­schei­den.

Doch da es ja nicht dar­um geht, von heu­te auf mor­gen zum Pro­fi­tän­zer zu wer­den, darf hier jeder sein eige­nes Tem­po fin­den. Das Gan­ze soll in ers­ter Linie ein­fach Freu­de machen!

Auch die sozia­le Kom­po­nen­te spielt eine wich­ti­ge Rol­le – Tan­zen ver­bin­det! Neue Kon­tak­te kön­nen geknüpft wer­den. Und spä­tes­tens seit „Dir­ty Dan­cing“ wis­sen wir, dass auch die ein oder ande­re Lie­bes­ge­schich­te dar­aus her­vor­ge­hen kann…:)

Wie das Tanzen mein Leben positiv „bewegt“…

Ich erin­ne­re mich noch sehr gut dar­an, wie ich wäh­rend der Uni das Tan­zen für mich ent­deck­te.

Damals fühl­te ich mich kör­per­lich oft unaus­ge­las­tet. Ein fes­tes Sport­pro­gramm bekam ich irgend­wie nicht auf die Rei­he. Statt­des­sen ver­brach­te ich vie­le Stun­den des Tages sit­zend: erst in der Vor­le­sung, dann im Semi­nar, danach in der Biblio­thek oder daheim am Schreib­tisch. Abends war ich zwar geis­tig völ­lig aus­ge­powert, jedoch hat­te ich oft das Gefühl, kaum einen Schritt getan zu haben. All­mäh­lich stell­te sich Unzu­frie­den­heit ein und ich über­leg­te, was ich gegen mein „ein­ge­ros­tet-sein“ tun könn­te.

Gemein­sam mit ein paar Freun­din­nen vom Stu­di­um  mel­de­te ich mich dann kur­zer­hand für einen Kuba­ni­schen Sal­sa­kurs an. Die Musik, aber auch die Bewe­gungs­ab­läu­fe fas­zi­nier­ten mich von der ers­ten Minu­te an! Inner­halb weni­ger Wochen ent­wi­ckel­te ich eine rich­ti­ge Lei­den­schaft für die­se Art der Bewe­gung. Da die Kur­se abends statt­fan­den, wur­de das für mich zum per­fek­ten Aus­klang nach einem lan­gen Unitag! Zusätz­lich gab es fast jedes Wochen­en­de eine Sal­sa-Par­ty in einem der Clubs unse­rer Stadt, wo man sich mit ande­ren Kurs­teil­neh­mern tref­fen und in locke­rer Atmo­sphä­re die neu­en Figu­ren aus­pro­bie­ren konn­te. Hier traf man die unter­schied­lichs­ten Leu­te (jeden Alters, jeder Berufs­rich­tung…), aber alle ver­band die gemein­sa­me Begeis­te­rung für das Tan­zen. Neue Kon­tak­te und Freund­schaf­ten ent­stan­den.

All­mäh­lich konn­te ich fest­stel­len, wie sehr mich das Tan­zen kör­per­lich und geis­tig-see­lisch aus­glich. Obwohl ich nach einem tanz­rei­chen Abend tod­mü­de ins Bett fiel, erwach­te ich am nächs­ten Mor­gen frisch und vol­ler Ener­gie. Ich ging beschwing­ter und zufrie­de­ner durch den All­tag und ertapp­te mich selbst immer öfter dabei, wie ich die Füße nicht mehr still­hal­ten konn­te, wenn irgend­wo Sal­sa­mu­sik lief.

Seit­dem ist das Tan­zen zu einem fes­ten Bestand­teil in mei­nem Leben gewor­den. Inzwi­schen kamen zu Sal­sa noch „Bacha­ta“ (ein Tanz aus der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik) und „Kizom­ba“ (ein ango­la­ni­scher Tanz) dazu, für die mein Herz mitt­ler­wei­le höher schlägt. Es freut mich ein­fach rie­sig, ein so wun­der­vol­les Hob­by gefun­den zu haben, das gleich­zei­tig noch so viel in Bewe­gung bringt – im wahrs­ten Sinn des Wor­tes!

Trau dich!

Wenn du also noch auf der Suche nach einer Mög­lich­keit bist, dein Leben akti­ver zu gestal­ten, kann ich dir nur raten: Trau dich! Und pro­bier im neu­en Jahr mal aus, ob das Tan­zen auch etwas für dich sein könn­te!

Viel­leicht hast du ohne­hin eine bestimm­te Musik­rich­tung, die du liebst (z.B. Hip Hop, klas­si­sche Musik, Pop, oder so wie ich Sal­sa etc…) und die du mit dem Tan­zen für dich ver­bin­den könn­test?

Im bes­ten Fall ent­deckst auch du hier ein Feld, das dich ganz­heit­lich und stress­frei in Schwung bringt! Ich wür­de es dir wün­schen! <3

 

 

 

 

 

 

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