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Frei vom Herzen: ein paar abschließende Weihnachtsgedanken

26. Dezember 2017

Buon Natale!

Heu­te haben wir bereits den 2. Weih­nachts­fei­er­tag! In Ita­li­en wün­schen wir uns zu die­sem Anlass „Buon Nata­le“. Des­halb ganz in die­sem Sin­ne: Buon Nata­le für dich, lie­be Lese­rin, lie­ber Leser! 

Ich hof­fe, es geht dir gut, dort, wo du gera­de bist!

Zum Weih­nachts-Aus­klang und für die Zeit „zwi­schen den Jah­ren“ möch­te ich dir noch ein paar mei­ner per­sön­li­chen Gedan­ken zu Weih­nach­ten und dem gan­zen „Drum­her­um“ mit auf den Weg geben. Viel­leicht hast du Lust, mit mir gemein­sam ein biss­chen zu reflek­tie­ren und so auch dein Weih­nach­ten Revue pas­sie­ren zu las­sen

Viel Freu­de beim Lesen! 

Weihnachten – Friede, Freude, Eierkuchen?

Ob reli­gi­ös oder nicht, ob Weih­nachts­muf­fel oder abso­lu­ter Weih­nachts­lieb­ha­ber: auf eine gewis­se Art und Wei­se erlebt jeder von uns die Weih­nachts­ta­ge. Ganz nach dem Mot­to: „Alle Jah­re wie­der!“

Viel­leicht hast du die letz­ten Tage im Kreis dei­ner Fami­lie gefei­ert, Freun­de getrof­fen, lecker und viel geges­sen, gemüt­li­che Stun­den genos­sen und die See­le bau­meln las­sen! Gera­de, wenn man bedenkt, wie viel Tru­bel die vor­weih­nacht­li­chen Wochen oft mit sich brin­gen, tut es gut, sich in die­sen Tagen ein­mal zurück zu neh­men und die „Akkus“ wie­der auf­zu­la­den. Wenn das bei dir der Fall war, freut mich das sehr für dich!

Viel­leicht gehörst du aber auch eher zu den Men­schen, die Weih­nach­ten in die­sem Jahr mit sehr gemisch­ten Gefüh­len ent­ge­gen sahen. Oder die­se Zeit am liebs­ten gene­rell aus dem Kalen­der strei­chen wür­den. Auch das ist voll­kom­men ver­ständ­lich und kann die ver­schie­dens­ten Grün­de haben.

Ich selbst ken­ne bei­de Per­spek­ti­ven und kann mich sowohl in die eine, als auch in die ande­re gut hin­ein­füh­len.

Weihnachten wie aus dem Bilderbuch?

Wohl kaum ein ande­res Fest wird so sehr von Ide­al­vor­stel­lun­gen beglei­tet. Das Bild vom nahe­zu per­fek­ten Weih­nach­ten wird uns in vie­len Zusam­men­hän­gen ver­mit­telt. Dass das weder viel mit der Rea­li­tät, noch mit dem wah­ren Ursprung des Fes­tes zu tun hat, wis­sen wir zwar alle. Und den­noch exis­tiert in vie­len von uns eine gewis­se lei­se Sehn­sucht nach Weih­nachts­ta­gen wie aus dem Bil­der­buch.

Beson­ders in Pha­sen, die uns stark her­aus­for­dern, tun wir uns schwer mit dem all­seits bekann­ten „Fest der Lie­be“. Wenn Pro­ble­me mit der Fami­lie oder mit Freun­den bestehen. Wenn wir uns ein­sam füh­len, krank sind und den Licht­strei­fen am Hori­zont nur schwer erken­nen kön­nen. Ist dann über­all von Har­mo­nie und „hei­ler Welt“ die Rede, neh­men wir mehr oder weni­ger bewusst eine Dif­fe­renz zwi­schen IST-Zustand und Ide­al wahr. Ganz klar, dass sich das ein­fach nicht stim­mig anfüh­len kann!

Mit Konventionen brechen!

Vor eini­ger Zeit habe ich bereits einen Arti­kel zum The­ma „Per­fek­tio­nis­mus“ geschrie­ben. Dar­über, wie wich­tig es ist, sich bewusst zu machen, dass Per­fek­ti­on zwar als gewis­se Ori­en­tie­rung die­nen kann, jedoch nichts mit dem wah­ren Leben zu tun hat. Denn in Wahr­heit geht es nicht dar­um, „per­fekt“ zu sein, son­dern die per­sön­li­che Ein­zig­ar­tig­keit zu ent­de­cken und die­ser ein „Okay“ zu geben! Durch eige­ne Defi­ni­tio­nen per­sön­li­ches Glück zu erschaf­fen und das Best­mög­li­che aus der eige­nen Situa­ti­on zu machen (falls du den Arti­kel ger­ne lesen möch­test, fin­dest du ihn HIER)

Die­se Quint­essenz kannst du auch auf Weih­nach­ten über­tra­gen. Denn gera­de bei die­sem Fest, das so geprägt ist von per­fek­tio­nis­ti­schen Ansprü­chen und Tra­di­tio­nen ist es umso wich­ti­ger, für ein ent­spann­tes Gegen­ge­wicht zu sor­gen! Und mit Kon­ven­tio­nen zu bre­chen, wenn du dich mit ihnen nicht (mehr) wohl­fühlst!

Eine neue Basis schaffen!

Natür­lich ist das nicht immer ein­fach. Über die Jah­re sind in Bezug auf Weih­nach­ten sicher vie­le Gewohn­hei­ten ent­stan­den. Doch manch­mal merkt man ein­fach, dass man sich ger­ne davon lösen möch­te.

Dass man z.B. den Weih­nachts­bra­ten nicht mehr essen möch­te, nach­dem man nun vegan lebt. Dass man kei­ne teu­ren Geschen­ke shop­pen möch­te, weil man immer weni­ger mit dem Kon­sum­ge­dan­ken anfan­gen kann. Dass man viel lie­ber ein­mal über Weih­nach­ten in die Wär­me flie­hen wür­de, als jedes Jahr mit der Fami­lie zu fei­ern.

Mit diesen Ideen stoßen wir im Außen nicht selten auf Unverständnis.

Nur zu gut erin­ne­re ich mich z.B. noch dar­an, wie bestürzt mei­ne ita­lie­ni­sche Ver­wand­schaft reagier­te, als ich vor Jah­ren zur Vege­ta­rie­rin wur­de und auch kein Glu­ten mehr ver­trug. Dass ich heu­te sogar vegan esse und qua­si frei­wil­lig auf tra­di­tio­nell zube­rei­te­te Piz­za, Tira­mi­su und mit Hack­fleisch gefüll­te Lasa­gne ver­zich­te, kön­nen sie noch viel weni­ger nach­voll­zie­hen. Das ver­lan­ge ich auch gar nicht. Und doch trug ich lan­ge das unan­ge­neh­me Gefühl in mir, mich recht­fer­ti­gen und erklä­ren zu müs­sen.

Für mich ist zwar einer­seits klar, dass ich mei­ner Gesund­heit zulie­be auch beim Weih­nachts­es­sen kei­ne Kom­pro­mis­se mache. Doch ande­rer­seits tut es mir immer auch irgend­wie Leid, weil ich genau weiß, wie ger­ne mei­ne „Non­na“ (ita­lie­ni­sche Bezeich­nung für „Oma“) mich mit ihren Koch­küns­ten glück­lich machen möch­te.

Kei­ne so ein­fa­che Situa­ti­on also. Doch mitt­ler­wei­le haben wir sogar eine (lecke­re) Lösung gefun­den. Heu­te kocht mei­ne Non­na zu Weih­nach­ten extra für mich mit viel Lie­be mei­nen ita­lie­ni­schen Lieb­lings­eintopf, der kom­plett vegan und glu­ten­frei ist. Den kriegt nur sie so phä­no­me­nal hin!

Es ist der natür­li­che Lauf der Din­ge, dass wir uns über die Jah­re ver­än­dern und ent­wi­ckeln. Das, was frü­her ein­mal zu uns gepasst hat, tut es heu­te viel­leicht nicht mehr. Sät­ze wie „aber das haben wir schon immer so gemacht!“ soll­ten dich also nicht davon abhal­ten, etwas zu ver­än­dern, wenn du dich damit ein­fach nicht mehr wohl­fühlst.

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Schaff dir deine Wohlfühlbedingungen!

Es erfor­dert also jede Men­ge Mut und Eigen­in­itia­ti­ve, wenn wir mer­ken, dass wir fest­ge­fah­re­ne Mus­ter durch­bre­chen möch­ten. Im Prin­zip geht es wie in jedem ande­ren Bereich des Lebens auch dar­um, die Balan­ce zwi­schen den eige­nen Bedürf­nis­sen und denen des Umfel­des (Fami­lie, Freun­den, Gesell­schaft etc. ) zu fin­den. Das kann nie­mand ande­rer für dich tun, als du selbst! Denn nicht oft genug kön­nen wir uns bewusst machen, dass wir immer unse­res eige­nen Glücks Schmied sind!

Folgende Fragen können dir beim Reflektieren weiterhelfen: 

  • Wel­che Rolle/ Bedeu­tung hat Weih­nach­ten für dich per­sön­lich?
  • Wel­che Rol­le möch­test du die­sen Tagen in Zukunft geben?
  • Von wel­chen Gewohn­hei­ten wird Weih­nach­ten aktu­ell (oder in den letz­ten Jah­ren beglei­tet? Und fühlst du dich damit wohl?
  • Wie wür­dest du die­se Tage ger­ne in den kom­men­den Jah­ren erle­ben? Und wie könn­test du das kon­kret für dich umset­zen?

Kon­ven­tio­nen, Tra­di­tio­nen und Gewohn­hei­ten ent­he­ben uns schlei­chend davon, dar­über nach­zu­den­ken, ob sie über­haupt (noch) zu uns pas­sen.

Doch im Sin­ne der ganz­heit­li­chen Gesund­heit lohnt es sich für dein per­sön­li­ches Glück immer, dei­nen Inter­es­sen mehr Raum zu geben!

Bis zum nächs­ten Jahr bleibt viel Zeit, um die ein oder ande­re Stra­te­gie zu ent­wi­ckeln, mit der du Weih­nach­ten und die Wochen drum­her­um gestal­ten könn­test. Viel­leicht möch­test du ja die nächs­ten Tage nut­zen, um ein biss­chen dar­über nach­zu­den­ken. Mir selbst hat es sehr gehol­fen, mich ein­mal mit mei­nen eige­nen Vor­stel­lun­gen und Gewohn­hei­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die­se Weih­nach­ten habe ich mehr denn je ver­sucht, auf mein Inne­res zu hören. Mich zurück­zu­neh­men, wenn mir das „Pro­gramm“ zu viel wur­de. Ohne schlech­tes Gewis­sen, dass ich damit Erwar­tun­gen ande­rer ent­täu­sche. Denn ein „Nein“ zu bestimm­ten Din­gen ist immer ein „Ja“ für dich selbst. 

Nun wün­sche ich dir noch einen gemüt­li­chen rest­li­chen Abend und sen­de dir viel Lie­be aus dem weih­nacht­lich erleuch­te­ten Augs­burg!

Dei­ne Ange­la

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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