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Silvester-Blues? Wie du mit Vorfreude und Optimismus ins neue Jahr gehst!

28. Dezember 2018

Adé Silvester-Blues!

Kaum sind die Weih­nachts­ta­ge vor­bei, steht Sil­ves­ter vor der Tür. Wäh­rend die einen sich das gan­ze Jahr über dar­auf freu­en, macht sich bei ande­ren fast schon so eine Art „Sil­ves­ter-Blues“ breit. Ganz egal, wie du zum The­ma Sil­ves­ter stehst: im heu­ti­gen Arti­kel möch­te ich dir ein paar Anre­gun­gen mit­ge­ben, wie du dein Jahr posi­tiv abschlie­ßen kannst, um das neue vol­ler Opti­mis­mus und Vor­freu­de zu begin­nen!

Viel Spaß beim Lesen!

Was es mit dem Silvester-Blues auf sich hat…

Ich muss geste­hen, dass ich mit Sil­ves­ter frü­her nie so wirk­lich etwas anfan­gen konn­te. Wäh­rend ande­re schon seit Wochen in Fei­er­lau­ne waren, über­kam mich pünkt­lich zum Jah­res­en­de eine regel­recht weh­mü­ti­ge, melan­cho­li­sche Stim­mung. Mit Wor­ten ist das gar nicht so leicht zu beschrei­ben, aber viel­leicht weißt du trotz­dem, was ich mei­ne…

Es hat etwas gedau­ert, bis mir bewusst wur­de, was hin­ter mei­nem „Sil­ves­ter-Blues“ steht: Näm­lich eine gewis­se Angst vor dem Los­las­sen, sowie die Unge­wiss­heit vor dem Neu­en, Unbe­kann­ten.

Die Angst vor dem Loslassen

Tat­säch­lich beglei­tet mich das The­ma „Los­las­sen“ seit mei­nen Kin­der­ta­gen als etwas, womit ich mir vor allem frü­her nicht so leicht getan habe. Ich erin­ne­re mich, dass ich schon immer ein gro­ßes Bedürf­nis nach Sicher­heit und Ord­nung in mir trug. Die­ses ist zwar in jedem von uns ver­an­kert, jedoch unter­schied­lich inten­siv aus­ge­prägt. Und natür­lich wird es auch stark durch unse­re jewei­li­gen Lebens­er­fah­run­gen beein­flusst.

Kurz vor dem Jah­res­wech­sel, wenn somit also auch offi­zi­ell alle Zei­chen und Zei­ger auf „Neu­an­fang“ ste­hen, gerät die­ses Bedürf­nis ordent­lich ins Wan­ken! So konn­te ich es jeden­falls bei mir beob­ach­ten. Soll­te es dir genau­so gehen, kann ich das also sehr gut nach­voll­zie­hen!

Doch eine der wich­tigs­ten Erkennt­nis­se, die ich aus den letz­ten Jah­ren für mich gewin­nen konn­te, ist, sich sei­ne Ängs­te bewusst zu machen, sich ihnen zu stel­len und über sie hin­aus­zu­wach­sen! Und dass es immer, wirk­lich IMMER Mög­lich­kei­ten gibt, einen kon­struk­ti­ven Umgang mit unse­ren inne­ren Gefühls­wel­ten zu fin­den.

Angst vor Loslassen und Neubeginn ist menschlich und nützlich!

Mach dir also zunächst ein­mal bewusst, dass es voll­kom­men mensch­lich und nor­mal ist, Angst vor dem Los­las­sen zu haben. Los­las­sen bringt uns kurz­fris­tig immer in einen „Schwe­be­zu­stand“. Man ver­liert für einen Moment den gewohn­ten, fes­ten Halt unter den Füßen und „springt“ hin­ein in ein neu­es, unbe­kann­tes Feld, in dem man sich zurecht­fin­den muss. Das bedeu­tet, für die­se Zeit kei­ne ver­läss­li­che Basis zu haben, die einen wie sonst absi­chert.  Raus aus der „Kom­fort-Zone“ sozu­sa­gen, in der es doch so schön und gemüt­lich ist! Und das ist für uns als „Gewohn­heits­tie­re“ erst ein­mal sehr unan­ge­nehm. Gleich­zei­tig jedoch auch unheim­lich nütz­lich, da uns die Angst davor bewahrt, Unüber­leg­tes zu tun, zu viel Risi­ko auf uns zu neh­men und uns so Gefahr, Nie­der­la­gen und Frus­tra­ti­on erspart.

Die­se eigent­lich posi­ti­ve Funk­ti­on der Angst zu erken­nen, war z.B. für mich ein ele­men­tar-wich­ti­ger Schritt.

Der Mensch als „zyklisches Wesen“

Durch die inten­si­ve­re Beschäf­ti­gung mit die­ser Angst wur­de mir mehr und mehr klar, dass das The­ma Los­las­sen eines der basis­bil­dends­ten Lebens­prin­zi­pi­en dar­stellt. Der Wech­sel von „Alt“ hin zu „Neu“, von „Wer­den“ und „Ver­ge­hen“ spie­gelt sich in all unse­ren Lebens­be­rei­chen wie­der: Tag und Nacht, Jung und Alt, Leben und Tod, der Jah­res­zei­ten­wech­sel…!

Alles im Leben ver­läuft zyklisch, Leben IST Bewe­gung! Mit den bekann­ten Wor­ten „Pan­tha Rhei“ – zu deutsch: „Alles fließt“- brach­te es der grie­chi­sche Phi­lo­soph Hera­klit so tref­fend auf den Punkt! Alle Wesen, auch wir Men­schen, unter­lie­gen wäh­rend unse­res gesam­ten Lebens stets Ver­än­de­run­gen. Hoch- und Tief­pha­sen wech­seln sich zuver­läs­sig ab. Das Bild der berühm­ten „Sinus­kur­ve“, die rauf und run­ter geht, hat sich hier bei mir fel­sen­fest ein­ge­prägt und hilft mir, wenn ich Momen­te im Leben habe, die mich zwei­feln las­sen.

Loslassen kommt vor dem Neuanfang!

Eine wei­te­re wich­ti­ge Erkennt­nis war für mich die Tat­sa­che, dass Los­las­sen immer VOR dem Neu­an­fang kommt! Bli­cken wir in die Natur, ist es offen­sicht­lich, dass ein Baum zuerst sei­ne alten, wel­ken Blät­ter fal­len las­sen muss, bevor fri­sche, grü­ne an ihm wach­sen kön­nen. Das klingt zwar kom­plett nach­voll­zieh­bar, doch ich glau­be, dass wir uns das im All­tag zu wenig bewusst machen.

Wenn wir Fri­sche, Klar­heit und Ord­nung haben möch­ten, müs­sen wir zuerst den Raum dafür schaf­fen!

Paul Fer­rini, einer mei­ner Lieb­lings­au­toren, beschreibt genau die­sen Pro­zess mit fol­gen­dem, bild­haf­ten Zitat: „Wenn die Tas­se gefüllt ist mit altem, kal­tem Tee, kannst du kei­nen neu­en, hei­ßen Tee ein­gie­ßen. Zuerst musst du die Tas­se lee­ren. Dann kannst du sie fül­len!“ (ich als pas­sio­nier­te „Tee­tan­te“ hat­te zu die­sem Bild natür­lich sofort eine per­sön­li­che Reso­nanz 🙂 ) Es ist so logisch! Und den­noch gie­ßen wir oft mit hei­ßem Tee nach, ohne zuvor den alten getrun­ken zu haben.

Ich selbst habe mir fest vor­ge­nom­men, hier in Zukunft noch acht­sa­mer zu wer­den. Bewuss­ter zu kon­su­mie­ren. Und in Frie­den und Dank­bar­keit Platz für das zu machen, was ich wirk­lich brau­che und in mei­nem Leben haben möch­te.

Ein Los­las­sen in Lie­be sozu­sa­gen. 

Loslassen – aber wie? Meine Tipps für dich!

Du siehst, lie­be­vol­les Los­las­sen ist also die abso­lu­te Grund­vor­aus­set­zung, um Neu­es in dei­nem Leben will­kom­men zu hei­ßen!

Des­halb möch­te ich nun zum Abschluss mein klei­nes, per­sön­li­ches Sil­ves­ter-Ritu­al mit dir tei­len. Ritua­le haben seit Anbe­ginn der Mensch­heit etwas sehr Kraft­vol­les und hel­fen vor allem in Zei­ten der Unge­wiss­heit, Sta­bi­li­tät und Ruhe zu fin­den.

Auch mir hilft die­ser klei­ne Brauch sehr gut dabei, das alte Jahr in Lie­be und Wert­schät­zung gehen zu las­sen und mich frei zu machen für Neu­es. Und viel­leicht unter­stützt er auch dich!

Alles, was du brauchst, ist ein Stift, ein schlich­tes Blatt Papier, eine Ker­ze und etwas Zeit für dich, in der du unge­stört bist.

So geht es:

Mach es dir rich­tig schön gemüt­lich, viel­leicht mit einer kusch­li­gen Decke auf dem Sofa, einem duf­ten­den Tee und etwas Musik. Zün­de dir die Ker­ze an und nimm dir Zeit, offen und ehr­lich die fol­gen­den Fra­gen zu beant­wor­ten:

  • Wel­che drei Din­ge lie­fen im letz­ten Jahr beson­ders gut?
  • Was waren die drei bes­ten Ent­schei­dun­gen, die ich im ver­gan­ge­nen Jahr für mich getrof­fen habe?
  • Gibt es etwas aus dem ver­gan­ge­nen Jahr, das ich heu­te anders/ bes­ser machen wür­de? Wenn ja, wozu war die­se Erfah­rung viel­leicht den­noch gut?
  • Was hat mich beson­ders her­aus­ge­for­dert? Und wie bin ich damit umge­gan­gen?
  • Gibt es aktu­ell etwas in mei­nem Leben, das mir nicht gut tut und das ich nicht mehr mit in mein neu­es Jahr neh­men will? (eine Gewohn­heit, eine Bezie­hung bzw. Freund­schaft, die Job­situa­ti­on etc…)
  • Was möch­te ich statt­des­sen im kom­men­den Jahr erle­ben? Und v.a.: wie möch­te ich mich dabei füh­len?

Wenn du fer­tig bist, schlie­ße dei­ne Augen und lege bei­de Hän­de auf dein Herz. Bedan­ke dich für alles, was war, alles was ist und alles, was kom­men wird. Alles, was pas­siert ist, hat dich zu dem Men­schen wer­den las­sen, der du heu­te bist. Vor dir liegt ein fri­sches, neu­es Jahr, das von dir gestal­tet wer­den möch­te! Und du kannst jeden ein­zel­nen Tag aufs Neue ent­schei­den, den Weg dei­nes Her­zens zu gehen.

Ver­blei­be solan­ge in die­sem Zustand, wie es dir ange­nehm ist. Öff­ne dann dei­ne Augen und pus­te ent­schlos­sen die Ker­ze aus.

Die­se klei­ne „Jah­res­ab­schluss-Zere­mo­nie“ bringt mich jedes Mal mir selbst und mei­nen Bedürf­nis­sen näher. Ich erken­ne, wie viel Schö­nes und Posi­ti­ves schon in mei­nem Leben war/ist, was ich mir für die Zukunft wün­sche, aber auch wor­an ich noch „hän­ge“, bzw. wo es mir schwer fällt, los­zu­las­sen.

Ich kom­me mei­nen Träu­men, aber auch mei­nen Ängs­ten auf die Spur, was immer der Anfang für Trans­for­ma­ti­on ist. Denn erst, wenn wir wis­sen, wovor wir uns fürch­ten, aber auch was uns glück­lich macht, kön­nen wir begin­nen, unse­rer Situa­ti­on ent­spre­chend zu han­deln.

Happy new year!

Ganz im Sin­ne der Dank­bar­keit und Wert­schät­zung möch­te ich nun auch dir, lie­be Lese­rin, lie­ber Leser einen guten Start in das neue Jahr wün­schen! Ver­bring ein schö­nes Sil­ves­ter, egal ob du fei­erst oder es ganz ruhig ange­hen lässt! Vie­len Dank für dei­ne Unter­stüt­zung und dass es dich gibt!

Wir lesen uns im Neu­en Jahr 2019!

Von Her­zen alles Lie­be,

Ange­la

(Pho­to by Syl­wia Fory­sińs­ka on Uns­plash)

  1. Lie­be Ange­la, ich gebe Dir so Recht. Ich freue mich jedes Jahr so sehr auf Weih­nach­ten und Neu­jahr und an Sil­ves­ter könn­te ich dann immer wei­nen. Einer­seits vor Glück, was ich alles geschafft habe und ande­rer­seits vor Trau­rig­keit wie schnell die Zeit ver­geht und das ich noch so viel im Leben vor­ha­be. Ich will dann auch immer an Erin­ne­run­gen und alten Tra­di­tio­nen fest­hal­ten und habe Angst neue Wege zu gehen. Was wenn die­se dann doch nicht mei­nen Vor­stel­lun­gen ent­spricht? Was wenn die alten Din­ge und Vor­ge­hens­wei­sen doch die Bes­se­ren sind? Das erfah­ren wir erst, wenn wir es ver­su­chen und das erfor­dert ganz schön viel Mut.

    1. Mei­ne lie­be Clau­di! Vie­len Dank für dei­ne Wor­te! Ich kann so sehr nach­voll­zie­hen und tei­len, wie es dir geht! Weh­mut, Dank­bar­keit und Erleich­te­rung für das, was war mischen sich mit Freu­de, aber auch mit Zwei­feln und Unsi­cher­heit in Bezug auf die Zukunft. Wie du es schreibst, neue Wege brau­chen auch immer viel Mut, sie zu gehen, gera­de, wenn wie uns aus der „Kom­fort­zo­ne“ füh­ren! Doch wie immer kön­nen wir rück­wärts reflek­tie­ren, aber nur vor­wärts leben! Kennst du das Buch „Das Uni­ver­sum steht hin­ter dir“ von Gabri­el­le Bern­stein? Ich fin­de, es ist ein wun­der­vol­les Buch, das das Ver­trau­en in das Leben stärkt und dabei hilft, die Angst vor dem Unge­wis­sen zu über­win­den! Ich wünsch dir wei­ter­hin alles Glück der Welt beim Beschrei­ten dei­nes Her­zens­we­ges!

  2. Lie­be Ange­la,

    wie­der mal ein tol­les The­ma und ein wun­der­schö­ner Arti­kel. Mir hilft das Bild mit der Tee­tas­se. Das erklärt die Weh­mut an Sil­ves­ter, die ich auch sehr gut ken­ne, und hilft mir in Zukunft sicher dabei, leich­ter los­zu­las­sen! Vie­len Dank für die­ses schö­ne Bild!
    Ich wün­sche dir von Her­zen ein wun­der­schö­nes Sil­ves­ter und freue mich auf den wei­te­ren Aus­tausch im Neu­en Jahr mit dir!
    Herz­li­che Grü­ße

    Eva

    1. Liebs­te Eva! Ich dan­ke dir sehr für dei­ne Zei­len! Wie schön, dass du dir die­ses Bild mit­neh­men kannst. Ich bin gene­rell ein sehr visu­el­ler Mensch und kann mir Inhal­te immer sehr gut ein­prä­gen, wenn ich sie mir bild­haft vor­stel­le. Da hat auch mir die­ses Tee­tas­sen-Bei­spiel sehr gehol­fen. 🙂 Eva, ich wün­sche dir einen guten Jah­res­be­ginn und freu mich eben­falls über unse­ren Aus­tausch! <3 Lie­be Grü­ße!

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